Es ist eine romantische Vorstellung: Ein flüsterleises E-Auto, das die Welt rettet. Doch in der Garage steht mein 20 Jahre alter Audi S4 V8.
Der ökologische Rucksack
Ein E-Auto startet mit Schulden. Die Produktion der Batterie verschlingt Unmengen an Energie. Man sagt, ein E-Auto muss 50.000 bis 100.000 km fahren, bevor es den "CO₂-Rucksack" der Produktion abgearbeitet hat und sauberer ist als ein Verbrenner.
| Antrieb | Break-Even Point |
|---|---|
| E-Auto (100% Ökostrom) | ~40.000 km |
| E-Auto (Strom-Mix DE/CH) | ~80.000 km |
| Mein alter V8 | Existiert bereits (0 Produktion nötig) |
Das Argument der Langlebigkeit
Mein Audi ist abgeschrieben. Er existiert. Jedes Jahr, das ich ihn *nicht* verschrotte, muss kein neues Auto für mich gebaut werden. Das ist gelebte Nachhaltigkeit durch Weiternutzung.
Klar, er verbraucht mehr im Betrieb. Aber ein neues E-Auto alle 8 Jahre (wenn die Batterie schwächelt oder das Leasing endet) ist auch eine Ressourcen-Verschwendung.
Fazit: Emotion vs. Ratio
Ich werde nicht lügen: Ich fahre den V8 auch wegen des Sounds und der Emotion. Aber rein rechnerisch ist es oft ökologischer, einen vorhandenen, gut gewarteten Wagen "zu Ende" zu fahren, als vorzeitig ein neues "grünes" Auto zu produzieren.
